Sprachen

Informationen

Kurzportrait des Arbeitsbereichs

Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenz sind im Europa der Gegenwart Schlüsselkompetenzen. Sie werden nicht nur beim Überqueren von Grenzen benötigt sondern immer mehr auch im Alltag innerhalb Deutschlands und Niedersachsens. Denn sowohl im Berufsleben als auch im Alltag treffen Menschen verschiedenster Kulturen und Sprachen aufeinander.

Die AEWB leistet aktive Unterstützung, Begleitung, Anregung und Förderung der Erwachsenenbildungseinrichtungen Niedersachsens. Denn diese sind Orte gelebter Mehrsprachigkeit mit einem umfassenden Sprachenangebot von über 40 Sprachen und vielen tausend Teilnehmenden. Und sie fördern das Gelingen des Miteinanders in der modernen Gesellschaft durch Kurse, Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Projekte.

Hüllmann, Stephanie

0511 300330-28

huellmann@aewb-nds.de

Mensch und Kommunikation, Sprachen

Unsere Leistungen

Der Sprachenbereich der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung unterstützt Lehrende in der Erwachsenenbildung und weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen in der Qualitätsentwicklung und Aktualisierung ihrer Angebote durch folgende Dienstleistungen: 

  • Maßgeschneiderte Mitarbeiterfortbildungen
  • Austausch und Mitarbeit in Sprachenforen/Netzwerken
  • Beratung und Information
  • Zusammenarbeit mit Ministerien, Kulturinstituten, Dachorganisationen und Prüfungsinstitutionen
  • Förderung des Austauschs und der Zusammenarbeit von Erwachsenenbildungseinrichtungen
  • Spezielle Themenfokussierung in Projektarbeit zu Deutsch als Minderheitensprache und Bilingualität/Herkunftssprachen
  • Arbeitshilfen und Materialien

Studien belegen, dass Bilingualität bzw. Mehrsprachigkeit nicht nur kognitive und kreative Prozesse fördert, sondern auch zu einem deutlich breiteren allgemeinen Horizont, zu nachweislich größeren sozialen Fähigkeiten sowie einem stärkeren Bewusstsein für andere Kulturen und Denkweisen führt. Daher ist die Förderung der Bilingualität im frühen Kindesalter eine wichtige bildungspolitische Aufgabe, die zudem förderlich für die Integration ist.

Ferner hat sich erwiesen, dass durch frühen Fremdsprachenerwerb in den meisten Fällen die Kommunikationsfähigkeit und Sprachfertigkeiten in der Muttersprache gestärkt werden.Mehrsprachigkeit sollte dementsprechend als eine wichtige Ressource im „Zuwandererland“ Niedersachsen gesehen und behandelt werden. 

Das Projekt "Bilingualität in der frühkindlichen Bildung" hatte zum Ziel, Mehrsprachigkeit von Menschen mit internationalem Hintergrund verstärkt als Chance zu begreifen, zu fördern und zu nutzen. Das Projekt ist inzwischen abgeschlossen.

Ansprechpartnerin

 

Stephanie Huellmann
0511 300330-28
huellmann@remove-this.aewb-nds.de

 

Projektschritte

(1) Bestandsaufnahme
(2) Analyse und Auswertung: Kulturspezifischer Umgang mit Sprache
(3) Analyse und Auswertung: Bilinguale Ansätze in Kindertagesstätten

Ergebnisse

Für konkrete Projektergebnisse kontaktieren Sie bitte Frau Hüllmann.

Im Rahmen des ersten Projektschritts „Bestandsaufnahme“ sind Karten entstanden, die Auskunft über die Anzahl von bilingualen Kitas und Grundschulen in Niedersachsen geben (Stand: Februar 2012).

 

 

Das Projekt zielte auf die Entwicklung der Zweisprachigkeit der Erwachsenen in Schlesien. Bilingualität hat in den letzten Jahren in den Gebieten Schlesiens zunehmend an Bedeutung gewonnen. Der identitäts- und kulturbildende Aspekt der Zweisprachigkeit ist erkannt worden und wird vermehrt als gesellschaftliche und persönliche Chance wahrgenommen. Die allgemeine Konzentration im Bereich Zweisprachigkeit der Sprachen Polnisch – Deutsch liegt jedoch deutlich auf den Kindern (z.B. in Form von zweisprachigen Kindergärten und Schulen). Die Elterngeneration, die mit deutschen Wurzeln jedoch ohne deutsche Sprache aufgewachsen ist, benötigt und wünscht derweil dringend Sprachunterricht. Berichten der Deutschen Minderheit zufolge ist die Abbrecherquote bei Sprachkursen nach kürzester Zeit jedoch enorm hoch, verbunden mit einem großen Frustrationsgefühl. Das Projekt umfasste Fortbildungen für Deutschdozenten, die Entwicklung eines Stragiepapiers für den Raum Oppeln und eine wissenschaftliche Begleitung.

Projektlaufzeit: 2011-2012

Ansprechpartnerin

Stephanie Hüllmann
0511 300330-13
huellmann@remove-this.aewb-nds.de

Projektschritte

Teil 1, Fortbildungen

Praxisnahe Fortbildung zum Thema „Einführung in den Sprachunterricht mit Erwachsenen“ mit den Schwerpunkten Binnendifferenzierung und Kursleiterrolle

Praxisnahe Fortbildung zum Thema „Ganzheitliches Lehren und Lernen im Sprachunterricht mit Erwachsenen“ mit den Schwerpunkten Lernen mit allen Sinnen, Kreativität, Spiele im Unterricht und Binnendifferenzierung

Bildungsreise nach Niedersachsen:
Besichtigung verschiedener Erwachsenenbildungseinrichtungen und –typen: kleine und große Volkshochschule, Heimvolkshochschule, Bildungszentrum und Bundesakademie; Praxisforum von Sprachendozenten; Fortbildungsveranstaltung zum Thema Spracherwerb.

Teil 2, Konzepterstellung

Erstellung eines handhabbaren Konzeptes für das weitere Vorgehen im Raum Oppeln mit diversen Ansatzpunkten und konkreten Zielsetzungen Moderation: Steffi Hüllmann (geb. Pasdika, AEWB)

Teil 3, wissenschaftliche Begleitung

Metastudie: Sichten, Zusammenfassen und Bewerten internationaler Forschungen zur Didaktik von Minderheitensprachen; Bezug zu Deutsch als Minderheitensprache sowie Unterschiede zu Deutsch als Fremdsprache herausarbeiten; sprachunabhängige Komponenten ausarbeiten

Wissenschaftl. Leitung: Dr. Gesa Singer (Abteilung Interkulturelle Germanistik, Seminar für Deutsche Philologie der Uni Göttingen) / Steffi Hüllmann (geb. Pasdika, AEWB)

Abschlussveranstaltung

Austausch über Ergebnisse, Fortschritte, Probleme, Bedarfe;
Auswertung der bisherigen Schritte;
Erstellung eines langfristigen Konzepts und Festlegung langfristiger Ziele

Die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten betonen die Bedeutung der Sprachenkompetenz als „wesentlichen Bestandteil eines wissensbasierten Wirtschaftsraums“. Durch innovative und qualitätsvolle Fortbildungskonzepte, Projekte und Vernetzungsformate trägt die niedersächsische Erwachsenenbildung zum Ausbau der Sprachenkompetenz bei. Dies stellt eine langfristige Aufgabe dar, in deren Rahmen die Agentur spezifische Maßnahmen gesondert fördert. In der dazugehörigen Ausschreibung im Sommer 2012 hat sich der Landesverband der Volkshochschulen Niedersachsens e.V. durchgesetzt. Die Förderdauer beträgt 36 Monate.

Zum Download: Ausschreibung zum Ausbau der Sprachenkompetenz

Was ist ein LinguaCamp?

Ein Barcamp ist eine Tagungsform, die noch relativ neu ist. Sie gibt interessierten Menschen Raum für  freie und ungezwungene Diskussion zu einem Oberbegriff  –  hier beim LinguaCamp zum Thema Sprachen und Sprachen lehren.

BarCamps sind offene „Mitmach-Konferenzen“ mit folgenden herausragenden Merkmalen:

1. Keine Hierarchie zwischen „Experten“ und „Teilnehmenden“

Haben Sie schon mal folgendes erlebt? Die tollsten und anregendsten Gespräche auf einer Tagung finden zwischen den Vorträgen statt. BarCamps nutzen diesen Effekt. Sie schaffen es, dass sich durch die Initiative der BarCamper eine Eigendynamik entwickelt.  Es gibt keine geladenen „wichtigen“ Gäste  –  jede/r ist wichtig, denn alle, die interessiert sind, können, wenn sie wollen, etwas beitragen. Man spricht daher auch von „Un-Konferenz“.

2. Teilnehmer werden zu „Teilgebern“

Den Kern der Veranstaltung bilden einzelne Workshops („Sessions“), die von den Teilnehmenden zu den unterschiedlichsten Themen selbst angeboten werden können. Die Workshop-Leitung ist dabei nicht unbedingt Experte, sondern eher nur Dirigent für interessanten Austausch. Man kann als Teilnehmende/r aber auch „nur“ teilnehmen; man muss keinen Workshop anbieten.

3. Kein festgelegtes Programm

Aufgrund des beschriebenen Ablaufs entsteht das Programm des BarCamps am Tag der Veranstaltung durch die Teilnehmenden. Nur das grobe Hauptthema ist vorab festgelegt. Im LinguaCamp 2014 in Hannover dreht sich alles um Sprachen und Sprachen lernen oder lehren.

4. Ziele, Spaß und Motivation

Hauptziel für die Teilnehmenden sind: Austausch mit Gleichgesinnten, Kennenlernen neuer Sichtweisen, Entwicklung neuer Ideen sowie Vernetzung. Die berufliche Stellung spielt überhaupt keine Rolle; nur so kommen verschiedene Erfahrungen vorbehaltlos zusammen und können aneinander wachsen. Kennzeichnend für BarCamps sind hierbei die große Freude und Motivation, die bei diesem ungewöhnlichen und gleichzeitig professionellen, engagierten Austausch entstehen.

5. Transparenz und Wissensverbreitung

Während der Veranstaltung tragen viele Teilnehmende dazu bei, ihre Beobachtungen und Erkenntnisse aus den Workshops über Internet zu verbreiten. Twitter, Facebook, Youtube, etc. sind hierbei häufiges Handwerkszeug vieler BarCamper.

6. Freier Eintritt           

Der Zutritt ist kostenlos und nur durch die Zahl der Plätze beschränkt.

7. Keine Eintagsfliege

Das LinguaCamp soll nicht nur einmal stattfinden. Einen ersten Anfang mit Unterstützung durch die Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung gab es bereits in Berlin, das nachfolgende ist bereits für Paris angedacht. Sei dabei, unterstütz' die Idee und profitiere von einer großartigen Möglichkeit, Einblicke zu geben und zu bekommen und LinguaCamp eine Institution werden zu
lassen, wie zum Beispiel die EduCamps (BarCamps zum Thema Bildung) es bereits sind!

Weitere Infos:

Partner und Sponsoren

Partner bei der Veranstaltung des LinguaCamps 2014 sind: 

  • Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung
  • Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Bildung und Qualifizierung/Bereich Stadtteilkulturarbeit, Freizeitheim Vahrenwald

Als Sponsoren tragen zum Gelingen bei:

 Material zum Download

Lingua-Camp in Berlin im September 2013

Die Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung unterstützte auch das LinguaCamp in Berlin, das am 21. und 22. September 2013 in Berlin stattfand. Infos dazu unter http://linguacamp.mixxt.de