EU-Programme

Informationen

Die Europäische Union fördert den Bereich Bildung und Qualifizierung auf vielfältige Weise. Für die Erwachsenenbildungseinrichtungen in Niedersachsen sind sowohl der Europäische Sozialfonds (ESF) als auch das neue Bildungsprogramm Erasmus+ (in der Nachfolge Programms für Lebenslanges Lernen) von besonderer Bedeutung.

Die AEWB unterstützt die Einrichtungen in diesem Feld durch einen Fördernewsletter, Beratung und Fortbildungen. Sie führt aber auch eigene Projekte durch, in denen die Einrichtungen entweder aktiv eingebunden werden oder deren Ergebnisse in die Fläche transferiert werden.

Die AEWB ist ein assoziiertes Mitglied des Europäischen Verbandes für Erwachsenenbildung (EAEA-European Association for the Education of Adults).

Europäischer Sozialfonds (ESF)

Die Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) sollen die Beschäftigungschancen der Menschen in Europa erhöhen und Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt abbauen. Vor diesem Hintergrund werden Ausbildungs- und Qualifizierungsprojekte gefördert. Jeder Mitgliedstaat und jede Region entwickelt dabei im Rahmen eines Operationellen Programms eine eigene Strategie. In Niedersachsen ist die NBank mit der Vergabe der Fördergelder betraut. Die Ausgestaltung der aktuellen Förderperiode (2014-2020) ist mittlerweile fast abgeschlossen. Einige der dabei erstellten Richtlinien sind direkt und indirekt für die Erwachsenenbildung relevant – die wichtigsten Informationen zu diesen Richtlinien sowie weiterführende Links zur NBank haben wir daher hier für Sie zusammengestellt.

Erasmus+

Das neue Bildungsprogramm der Europäischen Union (2014-2020) für Jugend, Bildung und Sport ging am 1. Januar 2014 an den Start. Unter dem Dach von Erasmus+  werden die bisherigen Programme für lebenslanges Lernen, Jugend in Aktion sowie die internationalen EU-Hochschulprogramme zusammengefasst und neu strukturiert. Die Markennnamen für die Einzelprogramme - etwa Grundtvig für die Erwachsenenbildung - bleiben erhalten, die Rahmenbedingungen zur Förderung der Mobilität und der europäischen Kooperationsprojekte haben sich jedoch deutlich verändert. Drei Leitaktionen prägen Erasmus+:

  • Leitaktion 1: Lernmobilität für Einzelpersonen
  • Leitaktion 2: Kooperation für Innovation und Austausch guter Praxis
  • Leitaktion 3: Unterstützung politischer Reformen

An dem Bildungsprogramm nehmen die 28 EU-Mitgliedstaaten, die EFTA/EWR-Staaten Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz, sowie die Türkei und FYR Mazedonien teil.

Für die Förderperiode 2014-2020 stehen insgesamt 14,7 Milliarden Euro zur Verfügung. Von den voraussichtlich 10 Milliarden Euro für den Bildungsbereich entfallen 5% auf die allgemeine Erwachsenenbildung.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim BiBB.

Die AEWB in Trägerschaft des Niedersächsischen Bundes für freie Erwachsenenbildung e.V. beteiligt sich an der Grundtvig Lernpartnerschaft F.I.L.M. (Facilitate Non-formal Learning through Movies). Zu den Aktivitäten, die für die zweijährige Projektlaufzeit von 2012 bis 2014 geplant sind, gehören die Analyse von wichtigen Filmen aus verschiedenen europäischen Ländern; Besuche von Entstehungsstätten berühmter Filme; die eigene Produktion von Videos; der Austausch darüber mit den Partnergruppen in den europäischen Partnerländern; mehrere Studienreisen zur internationalen Projektarbeit, wobei sowohl einige Mitarbeiter der teilnehmenden Einrichtung als auch einige Lernende aus der jeweiligen Gruppe in die Partnerländer reisen. Weitere Aktivitäten dienen der Verbreitung der Ergebnisse in der jeweiligen Herkunftsumgebung, zum Beispiel durch Organisation einer Ausstellung oder eines internationalen Filmfestivals in der Herkunftsregion.

AEWB und nbeb haben in einem Aufruf vom 12. September 2012 nach Einrichtungen gesucht, die sich als Projektpartner beteiligen möchten. Kooperationspartner wurde nach diesem Aufruf die Ada und Theodor Lessing Volkshochschule Hannover.

Ansprechpartner:

Johann Theessen
theessen@remove-this.aewb-nds.de

Internationales Projekt FinALE analysiert Finanzierung der Erwachsenenbildung

Die Finanzierung der Erwachsenenbildung ist ein Thema, dem sich Bildungseinrichtungen angesichts des demographischen Wandels zunehmend widmen müssen, um ihre Arbeit so betreiben zu können, wie dies den komplexer werdenden gesellschaftlichen Erfordernissen entspricht. In Niedersachsen zum Beispiel beträgt der Anteil der Erwachsenenbildung an der öffentlichen Finanzierung von Bildung weniger als ein Prozent. Das Problem ist jedoch nicht auf Deutschland beschränkt: Die Erwachsenenbildung in ganz Europa steht vor der Herausforderung, ihre Finanzierung zu sichern oder wo möglich zu verbessern.

Für die Erwachsenenbildung in Europa ergibt sich daher die dringende Notwendigkeit, klare und europaweit abgestimmte Antworten auf Fragen zu finden, wie:

  • Warum sollte in Erwachsenenbildung investiert werden?
  •  Wie sollte die Finanzierung gemessen werden, so dass die Messung länderübergreifend vergleichbar ist?
  • In welche Betätigungsfelder der Erwachsenenbildung sollte mehr investiert werden?
  • Welche Finanzierungsformen bringen die besten Ergebnisse?
  • Welche Finanzierungsformen tragen dazu bei, mehr Erwachsene in Bildungsaktivitäten einzubinden?

Um diese Fragen zu beantworten, haben sich jetzt Verbände und Einrichtungen der Erwachsenenbildung aus mehreren Ländern zusammengeschlossen. In einem EU-finanzierten Projekt mit dem Namen Financing Adult Learning in Europe (FinALE) werden sie in den kommenden zwei Jahren einen länderübergreifenden Vergleich von Finanzierungsmodellen vornehmen und Empfehlungen entwickeln, wie die Finanzierung in den einzelnen Ländern verbessert werden kann. Beteiligt an dem Projekt ist auf deutscher Seite die AEWB in Trägerschaft des Niedersächsischen Bundes für freie Erwachsenenbildung e.V. (NBEB). Das Projekt wird mit 125 000 Euro aus dem Erasmus+-Programm der Europäischen Union finanziert. Projektstart ist im Januar 2016. Abgeschlossen wird das Projekt im Dezember 2017.

Das FinALE-Projekt zielt darauf ab, Analysen und Empfehlungen zu erarbeiten, die insbesondere den Entscheidungsträgern auf europäischer, nationalstaatlicher, regionaler und lokaler Ebene helfen sollen, besser fundierte Entscheidungen zur Förderung der Erwachsenenbildung vor Ort zu treffen. Die Projektergebnisse können aber auch von Bildungseinrichtungen und ihren Verbänden verwendet werden, um bei den Finanzierungsquellen insbesondere der öffentlichen Hand eine angemessene Einstufung der Erwachsenenbildung voranzubringen.

Am Projekt beteiligt sind Organisationen aus sechs europäischen Ländern sowie zwei europaweit tätige Dachverbände. Die Projektkoordination übernimmt der Europäische Erwachsenenbildungs-Verband (EAEA). Weitere Projektpartner sind der Verband Österreichischer Volkshochschulen (VÖV), der irische Verband AONTAS (The Irische National Adult Learning Organisations), der dänische Erwachsenenbildungsverband (DAEA), der Verband Europäischer Gebietskörperschaften zur Förderung des Lebenslangen Lernens (Association of Regional and Local Authorities for Lifelong Learning, EARLALL), das Bildungszentrum „Kerigma“ aus der portugiesischen Stadt Barcelos (Kerigma – Instituto de Inovação e Desenvolvimento Social) sowie der Verein ILC (The Individual Learning Company) aus Faversham, einer Kleinstadt bei London. ILC bietet unter dem Dach einer Non-Profit-Organisation Beratungsdienstleistungen im Bildungsbereich an.

Die Ergebnisse werden den Einrichtungen der Erwachsenenbildung sowie den jeweiligen finanzierenden Stellen europaweit zur Verfügung stehen.

Ansprechpartner:

Dr. Henning Marquardt
0511 300330-43
marquardt@remove-this.aewb-nds.de

Der Inhalt dieser Mitteilung gibt allein die Meinung des Verfassers wieder. Die Kommission haftet nicht für die Nutzung der enthaltenen Informationen.

Die AEWB in Trägerschaft des Niedersächsischen Bundes für freie Erwachsenenbildung e.V. beteiligt sich an der  Grundtvig-Lernpartnerschaft „GOAL“ (Gauging Operational Aspects of Adult Learning). Im Zentrum der zweijährigen Lernpartnerschaft (September 2013 – August 2015) steht der Austausch über operationelle Prozesse in der Erwachsenenbildung auf europäischer Ebene. Unterschiedliche Zugänge zum operationellen Geschäft sollen dabei verglichen und Best Practice Beispiele aufgezeigt werden. Über die von der Agentur organisierten Runden Tische „QM“ und „Projekte“ sollen die Erwachsenenbildungseinrichtungen von dem Projekt profitieren. Die Projektergebnisse finden Sie hier.

Das Kick-Off Meeting der Lernpartnerschaft fand auf Einladung des Koordinators – dem griechischen Partner Brainstorming Ltd - am 5. und 6. November 2013 in Athen statt. Weitere Partner sind die Association for the Development of Continuing Education TRANSFER (Polen), Italian Development Partners SaS (Italien), Akkapı Kültür Yardımlaşma ve Eğitim Derneği (Türkei), Folkeuniversitetet Øst (Norwegen) und BEST Institut für berufsbezogene Weiterbildung und Personaltraining GmbH (Österreich). Weitere Treffen fanden im Februar 2014 in Warschau, im Juni 2014 in Adana, im November 2014 in Wien und im Mai 2015 in Split statt.

Ansprechpartner:

Dr. Henning Marquardt

0511 300330-43
marquardt@aewb-nds.de

Die AEWB koordiniert das multilaterale Grundtvig-Projekt REGIONAL (Comparative Analysis of Regional Policies for Adult Learning). Während der 22-monatigen Laufzeit (Jan. 2014 - Okt. 2015) analysieren und vergleichen die Projektpartner 16 Regionen in sechs Ländern bezüglich ihrer Erwachsenenbildungsstrategien und-initiativen. Dabei nehmen sie besonders die Formulierung und Implementierung der Richtlinien sowie die Finanzierung der Erwachsenenbildungsmaßnahmen in den unterschiedlichen Regionen in den Blick, um Schlüsselfaktoren zu extrapolieren, die Erwachsenenbildung beeinflussen. Aus diesen Ergebnissen entwickeln die Projektpartner ein Toolkit, das politische Entscheidungsträger/innen auf regionaler Ebene bei der Formulierung und Implementierung von Richtlinien unterstützen soll.

Neben dem nbeb sind folgende Partner am multilateralen Grundtvig-Projekt beteiligt: National Labour Office of the Republic of Hungary (Ungarn), Associazione per lo sviluppo dell'industria nel Mezzogiorno SVIMEZ (Italien), National University of Ireland Maynooth NUIM (Irland), Regional Economic Development Agency for Sumadija and Pomoravlje (Serbien), IDP European Consultants (Italien/Brüssel), Academia Istropolitana Nova (Slowakei).

Zur offiziellen Website des Projektes:  http://www.regionalproject.eu/

Ansprechpartner:

Dr. Henning Marquardt

0511 300330-43
marquardt@remove-this.aewb-nds.de