MiA – Medienkompetent im Alter

Die Idee

Kompetent mit moderner Kommunikationstechnik umgehen zu können (Internet, mobile Geräte), wird immer wichtiger für die gesellschaftliche Teilhabe. Jedoch haben viele Angehörige älterer Generationen noch zu wenig Zugang zu solchen Kommunikationsmitteln und herkömmliche Bildungsangebote schaffen bisher nicht genügend Abhilfe.

Im Projekt MiA – Medienkompetent im Alter arbeiten Bildungseinrichtungen aus Niedersachsen zusammen, um Senioren-Technik-Botschafter auszubilden, die andere in ihrer Altersgruppe an die neuen Medien heranführen können. Das Projekt ist auf zwölf Monate angelegt (Oktober 2013 bis September 2014) und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

MiA liegt ein Qualifizierungkonzept zugrunde, das eine Basis- und eine Vertiefungsschulung sowie Praxisphasen umfasst. Die Potentiale der neuen Technologien für die Kommunikation (soziale Netzwerke sowie Telefon-Ersatz-Systeme wie Sykpe oder ICQ), die Bildungsteilhabe (Webinare) und die geistige und körperliche Fitness (Spiele am PC-Tablet) stehen im Zentrum der Initiative. Unterschiedliche Zugänge – von der aufsuchenden Bildung bis zu Blended-Learning-Angeboten – werden im Rahmen der Initiative von den Botschafterinnen und Botschaftern umgesetzt. Die Senioren-Technik-Botschafter werden außerdem in die vorhandenen Netzwerke der Erwachsenen- und Weiterbildung integriert.

Projektpartner sind, unter der Leitung der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung, die

  • Ländliche Erwachsenenbildung Oldenburg e.V. (LEB Oldenburg), die
  • Evangelische Erwachsenenbildung Osnabrück e.V. (EEB Osnabrück) und die
  • Katholische Erwachsenenbildung Osnabrück e.V. (KEB).

Das Problem

Der kompetente Umgang mit neuen Informations- und Kommunikationstechnologien ist Grundlage für die selbstbestimmte, gesellschaftliche und politische Teilhabe von Menschen jeden Alters. Die Generation 50+, die im Mittelpunkt dieser Initiative steht, zeichnet sich wie alle Gruppen durch eine starke interne Heterogenität aus. Während einige Menschen den sogenannten „e-lifestyle“ verinnerlicht haben, bleibt anderen der Zugang zu den neuen Medien aus unterschiedlichsten Gründen verwehrt.

Mit einem Mangel an spezifischen Bildungsangeboten für diese Zielgruppe lässt sich dieser Umstand allein nicht erklären. Unter dem Eindruck des demografischen Wandels haben auch Erwachsenenbildungseinrichtungen ihre Angebote für ältere Menschen ausgeweitet und gerade im Feld der Informations- und Kommunikationstechnologien innovative Maßnahmen wie das generationenübergreifende Lernen implementiert.

Die eingeschränkte Mobilität vieler älterer Menschen und der Wunsch nach pädagogisch hochwertigen Angeboten, die gleichzeitig eine persönliche und nachhaltige Unterstützung bieten, bleiben aber zentrale Herausforderungen in der Bildungsarbeit.

Senioren-Technik-Botschafter - Eine Broschüre des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

 

Die Lösung

Das Konzept „von Älteren für Ältere“ kann hier Abhilfe schaffen. Es macht sich die Heterogenität der Zielgruppe zunutze, indem es die technikaffinen, mobilen und mit Zeitressourcen ausgestatteten Vertreter/-innen der Generation zu Wissensvermittlern qualifiziert.

MiA setzt dieses innovative Format in bewährten Strukturen um, greift auf etablierte Netzwerke zurück und erhöht damit die Chance, dass die Initiative die Zielgruppe auch tatsächlich erreicht und nachhaltig Wirkung zeigt.

Über MiA und weitere Projekte des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu Senioren-Technik-Botschaftern kan man in der Broschüre weiterlesen (Foto rechts klicken).

Evangelische Erwachsenenbildung e.V. Osnabrück (EEB)

Die EEB Osnabrück gehört zur Evangelischen Erwachsenenbildung (EEB) Niedersachsen, eine Einrichtung der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen.  In Osnabrück (Stadt und Landkreis) sind zwei pädagogische Mitarbeiter/-innen, eine Verwaltungsmitarbeiterin und rund 300 ehrenamtliche Personen für die EEB tätig. Programmatik und Zielsetzung sind charakterisiert durch die Ausrichtung auf den christlichen Glauben und das christliche Menschenbild, welches sich auch im Leitbild niederschlägt: Von Gott bewegt – den Menschen zugewandt, so lautet das Motto. Ziele sind die Gestaltung von Beziehungen und Gemeinschaft sowie die Übernahme von Verantwortung in Kirche und Gesellschaft. Die Angebote richten sich an alle interessierten Erwachsenen, besonders jedoch an religiös Interessierte, Erziehende und Familien, Seniorinnen und Senioren, Migrantinnen und Migranten, Ehrenamtliche sowie Suchtkranke. Die EEB Osnabrück hat – erwachsen aus dem Angebot von allgemeinen EDV Kursen - zielgruppenspezifische Kurse für Senioren zur Einführung in die EDV und in Anwendungssoftware angeboten. Mit aufkommendem Bedarf kamen Kurse zur Bedienung und Nutzung von Handys und Digitalkameras für Senioren hinzu.

Ansprechpartner

Frieder Marahrens

Anna-Gastvogel-Straße 1
49080 Osnabrück

Tel.: 0541/5054112
Fax: 0541/5054110 

Katholische Erwachsenenbildung e.V. Osnabrück (KEB)

Die katholische Erwachsenenbildung (KEB) ist ein landesweit arbeitender freier Bildungsträger, der nach dem Niedersächsischen Erwachsenenbildungsgesetz anerkannt ist. Für die katholische Erwachsenenbildung im Bistum Osnabrück sind insgesamt 35 haupt- und ca. 100 ehrenamtliche Personen aktiv. Neben Einzelveranstaltungen, die dem Wunsch nach orientierenden Impulsen entsprechen, fördern längerfristige Bildungsmaßnahmen die Entwicklung dauerhafter Qualifikationen. Das Denken in Zusammenhängen, soziale Kompetenz, kritische Nutzung der Medien und die Fähigkeit, persönliche Lernwege zu entwickeln, sind Schlüsselqualifikationen und eine Querschnittsaufgabe der KEB. Im Sinne eines diakonischen Bildungsverständnisses erarbeitet sie Angebote für Zielgruppen, deren Lernmöglichkeiten eingeschränkt sind: für sozial, beruflich und wirtschaftlich Benachteiligte, Behinderte, Aussiedler und Migranten, Lernungewohnte. Im Ehrenamt liegt ein bewährtes Strukturmerkmal der KEB. Es bereichert die pädagogische Planung durch vielfältige Lebens und Praxiserfahrungen und unterstützt das Bestreben, auf der Höhe der Zeit zu sein. Die Vereinsstruktur aus unterschiedlich geprägten Institutionen, örtlichen und regionalen Bildungswerken, Familienbildungsstätten, Bildungshäusern, Verbandsbildungswerken und Sozialen Seminaren macht eine Besonderheit der KEB aus. Sie erlaubt Zielgruppennähe und didaktischmethodische sowie inhaltliche Vielseitigkeit. Im Fachbereich Kommunikation und Alltagskompetenz führt die KEB eine breite Anzahl von Veranstaltungen gerade auch für die Zielgruppe „drittes und viertes Lebensalter“ durch. Hierzu gehört u.a. der Technikführerschein. In diesem Kurs lernen die Teilnehmenden durch ein grundlegendes Verständnis und praktische Übungen, selbständig verschiedene technische Geräte des Alltags handhaben zu können. Es geht um die Themenbereiche Computer und Internet, Handy, Telefon, Radiowecker, Digitalkamera und Fernsehen.

Ansprechpartnerin

Dagmar Teuber-Montico

Große Rosenstr. 18, 49074 Osnabrück
Telefon: 0541 35868-74 , Telefax: 0541 35868-76  

Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. Oldenburg (LEB)

Die LEB Oldenburg gehört zur Ländlichen Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. (kurz LEB), einer landesweit tätigen, nach dem Niedersächsischen Erwachsenenbildungsgesetz anerkannten Landeseinrichtung mit Hauptsitz in Hannover. Von hier aus teilt sich die LEB in vier Regionen und landesweit zwölf Beratungsbereiche auf. Mit über 50 Mitgliedsverbänden, -vereinen und -organisationen, darunter 34 ehrenamtlich geleitete Kreisarbeitsgemeinschaften mit landesweit über 2000 Gruppen und Vereinen, verantwortet und koordiniert die LEB das größte Bildungsnetzwerk in Niedersachsen. Die LEB bietet seit 1989 EDV-Kurse an, speziell für Frauen und Senioren. Ab 2003 beteiligte sich die LEB Oldenburg am Netzwerk „lernenfürsleben“ im Oldenburger Land, eine von über 70 „Lernenden Regionen“. Daraus entstanden Fortbildungen für Multiplikatoren, Lerncafés und Lern- und Lebenswelten in den Medien. Die offenen Lerncafés wurden speziell für Senioren angeboten. Die LEB bietet regelmäßig spezialisierte Kurse zu aktuellen Themen (iPad/Tablet, Smartphone, Facebook, Fotobuch, Kamera, Bildbearbeitung) an und ist auch in der Qualifizierung zu Seniorenbegleiterinnen und -begleitern aktiv.

Ansprechpartnerin

Karin Pieper

Sannumer Str. 3
26197 Huntlosen

Tel. 04487 750799-1
Fax 04487 750799-9

Ansprechpartnerinnen

Wie geht es weiter?

Ein Info-Treffen für Beteiligte und Interessierte findet am 23. September um 10.30 Uhr in den Räumen der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung statt.

Anmelden kann man sich bei Christel Wolf: wolf@remove-this.aewb-nds.de

Die Meilensteine

Die Senioren-Technik-Botschafter haben die Ausbildung absolviert

Seit der Schulung im März suchen die Botschafterinnen und Botschafter nach neuen Kontakten, planen ihre Schulungen und führen Seminare durch. Im Mai haben sie ihre bisherigen Praxiserfahrungen ausgewertet und ihre Zertifikate in Empfang genommen. Für ihre Tätigkeit sind sie nun bestens vorbereitet und motiviert.

Die Welt der Webinare – März 2014

Webinare gestalten: Nach der Vertiefung im März können die Botschafter und Botschafterinnen das.

Im März haben die Botschafter und Botschafterinnen ihre bisherigen Praxiserfahrungen ausgewertet und arbeiteten sich bei einer Vertiefungsschulung in die Welt der Webinare ein. Mit diesem neuen Bildungsformat können sich ältere Menschen auch von zu Hause aus weiterbilden. Insbesondere im ländlichen Raum und bei eingeschränkter Mobilität soll mit dieser Idee die Teilhabe an Bildung unterstützt und weiterentwickelt werden.

„Ich bin jedenfalls immer noch sehr motiviert, selber so etwas auf die Beine zu stellen und sinne derzeitig über ein Thema nach, das auch für Senioren geeignet ist und von daher dann möglicherweise eine Brücke zu unserem Senioren-Botschafter-Tun ist“ schwärmt eine Seminarteilnehmerin nach der Webinarschulung und plant schon ihre zweite Praxisphase.

Erste Praxisphase – Februar 2014

Ausgestattet mit Ideen und Anregungen für die ehrenamtliche Arbeiten erproben die Botschafter und Botschafterinnen seit Februar 2014 ihre neuen Erkenntnisse in der Praxis. Sie suchen sich ihre Einsatzorte, entwickeln ihre Angebote, treffen sich mit ihrer Gruppe und sammeln ihre ersten Erfahrungen.

Zweitägige Basisschulung – Januar 2014

Bei der Basisschulung im Januar standen Technik und Didaktik im Mittelpunkt.

Ende Januar 2014 trafen sich alle Botschafter/-innen zu einer zweitägigen Schulung. Ziel war es, die medienpädagogischen Kenntnisse zu vertiefen, Ideen für die Arbeit mit den Ehrenamtlichen zu entwickeln und bestehende Praxiserfahrungen auszutauschen.

Botschafterkandidatinnen und -kandidaten

Zwölf Botschafterinnen und Botschafter, vier an jedem Standort, sind gefunden! Ein Jahr werden sie im Rahmen dieses Projektes unterschiedliche Bildungsformate umsetzen. Ihre Erfahrungen sind entscheidend zur nachhaltigen Weiterführung der Idee in die Fläche.

Auftakt-Treffen – Oktober 2013

Alle beteiligten Projektstandorte haben am 15. Oktober 2013 in einem Auftakt-Treffen das genaue Schulungskonzept, die Strategien zur Teilnehmer- und Einsatzortakquise und das Berichts- und Dokumentationswesen festgelegt. Durch diesen frühzeitigen systematischen Austausch wurde sichergestellt, dass die Initiative sinnvoll in bestehende Aktivitäten eingegliedert wird.

MiA in den Medien

Osnabrücker Fernsehen OS1

Bericht über das Projekt MiA im Osnabrücker Fernsehen OS1, Sendung "Blick in den Landkreis" am 12. März 2014.

(Klick auf das Bild führt Sie zum Beitrag.)

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